#56 Warum Gefühle verstehen alleine nicht hilft
Shownotes
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00:00:01: Hey hey, willkommen zu einer weiteren Folge vom Magischen Mondmoment.
00:00:06: Schau'n bis du da und ihmst dir Zeit!
00:00:09: Ja es geht heute auch wieder um das Buch Die Hütterin erhältlich in meinem Mondjob auf abientroffer.com oder auf Amazon – ich verlinke es hier unten in den Schaunot.
00:00:21: Und es geht so ein bisschen darum Einzelne Kapitel oder Szenen ein bisschen aufzubrösmeln, zu schauen und zu erklären was dahinter steckt.
00:00:32: Und dir Hintergrund wissen dazu zu geben was meine Überlegungen eigentlich da zu sehen.
00:00:39: Heute ist es eine Passage die du vielleicht gar nicht so bewusst als wichtig wahrgenommen hast die wirklich ganz leise und still ist und ziemlich unscheinbar trotzdem eigentlich sehr kraftvoll ist, das ist als Elin am Wasser sitzt und es passiert eigentlich gar nichts spektakuläres.
00:01:00: Es ist keine große Handlung, es ist keine Entscheidung, sie ist ganz allein.
00:01:05: Sie sitzt da und während sie dort sitzt beginnt sich in ihr etwas zu lösen und es ist dramaturgisch kein riesen Ding.
00:01:17: Es ist so eher wie ein inneres Nachgeben, als würde etwas das lange fest war ganz langsam weich werden und sie merkt dass sie nicht mehr darüber nachdenken kann.
00:01:35: Das ist so ein Punkt den ich immer wieder feststelle, es geht auch viel um diese Herzöffnung die jetzt Thema ist.
00:01:43: Also ja mach eine Herzöffnung aber wie öffnet man dann sein eigenes Herz wenn es umgeben ist von Steinmauern und von Schlössern verschlossen ist und der Schlüssel auf dem Meeresgrund liegt?
00:01:58: Und ja man spürt dass sich selbst so ein bisschen verbarrikadiert hat.
00:02:05: Wie öffnet man sein eigenes Herz?
00:02:08: Wie kommt man da wieder Zugang auf die eigenen Gefühle dazu?
00:02:13: und das ist so ein Moment, der so geschieht bei Elin.
00:02:19: Und ich mache es im Coaching in meinen tiergeschützten Coachings auch immer wieder so, dass ich sehr viel Raum gebe und sehr viele Stille und viele Menschen dann auch überfordert sind Sag was, frag was.
00:02:36: Tu was!
00:02:37: Mach
00:02:37: was!".
00:02:38: Und in diesem Raum der Stille und in diesem Nichts und einfach nur ein Raum zum Halten zu finden ohne Ansprüche oder Erwartungen bricht dann oftmals etwas ganz tief innen auf.
00:02:59: Das sind super wertvolle Momente Denn wir sind unglaublich gut darin geworden, Gefühle zu verstehen.
00:03:09: Wir können manchmal genau benennen woher sie kommen.
00:03:12: Wir erkennen Muster!
00:03:13: Wir analysieren Zusammenhänge und wir können sehr genau erklären warum ihr fühlen was wir fühlen.
00:03:22: Und ich möchte ganz klar sagen das ist auch wichtig.
00:03:29: Ich finde es irgendwie wie gesagt man Coachings gibt es dann aha Momente und Es ist sehr entlastend wenn man plötzlich zusammenhanget versteht.
00:03:39: Daher kommt dieses Gefühl.
00:03:41: Das ist der Ursprung, da habe ich mich zum ersten Mal so gefühlt!
00:03:48: Es hat eine Geschichte dieses Gefühlen und das macht was, das ist extrem wichtig.
00:03:57: Ich hatte vor kurzem auch einen Frauencoaching, das hat mich sehr berührt.
00:04:01: Sie ist eine unglaublich starke Persönlichkeit, sehr klar präsent, sehr kompetent in dem, was sie tut.
00:04:11: Und gleichzeitig hat sie mir erzählt, dass sie sich im Berufsalltag immer wieder klein fühlt.
00:04:16: Vor allem gegenüber Vorgesetzten und sie sich dann auch so behandelt fühlt fast wie ein Kind!
00:04:23: Das hat sie unglaublich geärgert weil sie das nicht ist.
00:04:28: Wir haben gemeinsam hingeschaut und ja ich glaube das kennen viele.
00:04:33: Sie sind als Kind aus einem anderen Land in die Schweiz gekommen aber gibt es auch andere Situationen in ein kleines Dorf, in eine neue Klasse und hat dort erlebt was ausgrenzend bedeutet.
00:04:47: Nein!
00:04:48: Neben dir wollen wir nicht sitzen.
00:04:50: die spricht so komisch ja?
00:04:55: Und wenn man das als Kind erlebt hat dann ist es nicht einfach eine unangenehme Situation.
00:05:03: Es geht um Zugehörigkeit und Zugehöhrigkeit bedeutet für ein Kind Darf ich hier sein Darf ich bleiben?
00:05:15: Bin ich sicher!
00:05:18: Und Sicherheit ist ein Grundbedürfnis.
00:05:24: Wie die Nahrung und ein Tag über dem Kopf, ist die Sicherheit ein sehr starkes Grundgefühl.
00:05:33: Und genau diese Unsicherheit von diesem Moment hat diese Frau mitgenommen abgespeichert in ihrem Körper Und jedes Mal, wenn sie heute in eine Gruppe hineinkommt, das heißt neu und es geht auch ein Stück weit um Leistung und Bewertung zu sein.
00:05:50: Um Hierarchie, um Zugehörigkeit, dann reagiert dieses alte Muster... ...und plötzlich ist sie wieder dieses Kind, obwohl sie längst erwachsen ist!
00:06:05: Und genau dieser Moment war sehr entlastend für Sie zu sehen.
00:06:09: Das ist etwas... dass ich erlebt habe und bis heute in mir wirkt.
00:06:16: Und dieses Verstehen das nimmt Druck raus, weil sie auch sieht ja ich bin erwachsen jetzt Ich bin angekommen.
00:06:24: es schafft Orientierung Es bringt Worte in etwas das vorher einfach nur ein Gefühl war.
00:06:32: Das ist ein erster Schritt und es bringt schon sehr viel Verständnis und Aufklärung für sich selbst.
00:06:45: verstehen alleine, wie gesagt es ist ein erster Schritt.
00:06:49: Aber das Gefühl bleibt vielleicht ein bisschen leiser, vielleicht besser erklärbar verständlicher aber es ist noch da und da beginnt dann die eigentliche Arbeit.
00:07:00: was machen wir mit dem was wir verstanden haben?
00:07:05: Und ich glaube heutzutage ist es vielen von uns so dass wir Gefühle wie ein Problem behandeln etwas das man lösen muss Ein Thema, das man durcharbeiten muss.
00:07:20: Etwas dass irgendwann abgeschlossen sein sollte.
00:07:26: aber Gefühle funktionieren so nicht.
00:07:30: ein Gefühl ist keine Aufgabe eine Bewegung und das ist wichtig zu verstehen Und ich erkläre das dann immer so weil immer alle von Balance sprechen und diese Gefühlen in Ausgleich zu bringen, in eine Balance zu bringen.
00:07:52: Sich selbst in eine Balance zu bringen.
00:07:55: Aber seien wir ehrlich Wenn du auf einen Spielplatz gehst und eine Wippe siehst Was machen die Kinder?
00:08:02: Die Kinder stellen sich nicht Mitte auf diese Wippen drauf Und versuchen die Wippes in Balance zu halten.
00:08:11: Das macht doch keinen Spaß.
00:08:14: Der Spaß ist, sich auf das eine Ende zu setzen.
00:08:17: Jemand zu finden der ungefähr gleich schwer ist und den auf die andere Seite zu setzen um dann einfach hoch zu springen oder zu wippen wie sagt man dem?
00:08:31: Und dann wieder runter und dann wieder hoch und wirklich nach dass der Po in der Luft hängt und dann platscht man dann wieder nach unten.
00:08:40: Das ist doch der Spaß an der Wippe, dass es mal rauf geht und man runter.
00:08:45: Und das ist doch eigentlich der Fun Fact von der Wipo!
00:08:49: Nicht in der Mitte draufstehen und Balance halten.
00:08:52: Aber genau das versuchen wir ständig in unserem Alltag diese Balance zu finden statt den Spass, damit es halt mal hochgeht und auch mal runter.
00:09:03: Mit den Gefühlen ist es genau diese Bewegung.
00:09:07: Und wenn Traurigkeit da ist, dann will sie nicht analysiert werden.
00:09:11: Sie will nicht ausbalanciert werden!
00:09:14: Sie will sich einfach bewegen dürfen... Ja weinen hilft alles rauslassen hilft aber es geht einfach um echtes zulassen.
00:09:31: Das kann auch sehr leise sein In einem Moment in dem du merkst das etwas schwer und du bleibst einfach einen moment länger dort.
00:09:39: Du willst es nicht sofort weg haben weg weinen weg schreien was auch immer sondern einfach sich mal da drin aushalten.
00:09:51: Genauso auch die Wut kann eine Explosion sein, aber es ist auch eine spürbare Energie im Körper, die dir vielleicht zeigt hier stimmt etwas nicht!
00:10:04: Hier brauche ich eine Grenze dann fühle es.
00:10:11: woher kommt es was braucht es?
00:10:15: Gefühle tragen Informationen.
00:10:20: Aber wenn wir sie nur verstehen, aber nicht wirklich fühlen dann bleibt diese Information einfach ungenutzt und der Körper spielt dabei eine entscheidende Rolle denn der Körper kann nicht unterscheiden zwischen damals und heute.
00:10:38: er reagiert, erspeichert Er erinnert Denn der Körper ist immer jetzt Und was damals war kann jederzeit für ihn wieder präsent werden.
00:10:53: Und da ist die Arbeit mit den Tieren einfach auch immer wieder so kostbar, denn... ...die Tiere reagieren darauf, ob du es verkörperst!
00:11:06: Wenn jemand innerlich angespannt ist aber versucht ruhig zu wirken, gelangt mir!
00:11:13: Die Tiere merken das!
00:11:15: Sie reagieren auf das was wirklich da ist und nicht auf das, was wir darüber denken.
00:11:22: Das ist extrem spannend.
00:11:26: Und es braucht nicht mich zum Interpretieren, denn die Kundinnen sehen das meistens direkt selber gespiegelt und sie sehen was passiert und diese Begegnungen sind darum so,so ehrlich!
00:11:42: Ja?
00:11:43: Das Ziel ist einfach die Verbindung zu haben – zu dir selbst, zu deinen Gefühlen, zu verstehen und zu spüren und dann zu integrieren.
00:11:55: Ich habe verstanden, woher dieses Gefühl kommt und ich habe es gespürt.
00:12:02: Und jetzt darf sich etwas verändern!
00:12:06: Vielleicht ganz konkret ein Moment im Alltag in dem diese Frau nicht sofort reagiert, nicht sofort sich klein hält, nicht so vor Zustimmung sondern einfach kurz innehält ihren Körper spürt und fühlt was da hochkommt und merkt ich bin nicht mehr dieses Kind und dann vielleicht anders spricht oder eine Grenze setzt.
00:12:32: Das sind kleine Momente, wie in diesem Buch wo Elin an dem Wasser sitzt.
00:12:42: Und es rein offensichtlich nicht ganz so viel losgeht.
00:12:48: aber trotzdem verändern sie etwas Grundlegendes im Erleben und dann verschiebt sich etwas Denn Zugehörigkeit entsteht dann nicht mehr nur im Außen Nicht mehr nur durch die Anerkennung von anderen, sondern eben auch in uns selbst.
00:13:13: und das ist dann die Arbeit.
00:13:17: Anerkenne ich mich bevor ich es von anderen verlange.
00:13:27: Fühle ich mich zugehörig bei mir bevor ich das von anderen einfordere?
00:13:41: Ja Momente des echten Spürens sind so wichtig!
00:13:49: Ich hoffe, ich konnte dich ein wenig inspirieren.
00:13:51: Lass es mich wissen!
00:13:54: Ja und in der nächsten Folge stellen wir uns an was passiert wenn wir uns dauerhaft von uns selbst trennen?
00:14:00: Und warum so viele Menschen heute funktionieren aber sich innerlich doch leer fühlen?
00:14:06: Ich freue mich wenn du wieder dazu kommst.
00:14:09: abonniere den Kanal damit du benachrichtigt wirst wenn die nächste folge aufgeschalten wird.
00:14:16: Für dich umarmt einen lieben Gruß Dein magischer Mundmoment mit Fabien Truffer.
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